Man sagt, die Entwicklung einer Strategie eröffne Einsichten, wie Einzigartigkeit und nachhaltige Wettbewerbsvorteile geschaffen und verstärkt werden.
Doch genau wie Marktführerschaft kann auch Einzigartigkeit kein Ziel sein. Das sind Eigenschaften, die einem zufallen.

Denn die Meinung, es ginge darum, den Geist der Manager zu öffnen, neue Sichtweisen auf Bedrohungen und Chancen zu schaffen, Konventionen herauszufordern und eine Vision zu entwickeln, die zur Einzigartikeit des Unternehmens führt, verleitet nur wieder dazu, dass sich Unternehmen (die Manager) primär mit sich selbst beschäftigen, anstatt sich intensiv mit dem Kunden und seinem Bedarf auseinander zu setzen. Der Manager ist der institutionalisierte Kaufmann von früher. Seine Aufgabe ist (analog zu damals), den zukünftigen Mangel oder die zukünftigen Wünsche der Menschen zu antizipieren und entsprechende Maßnahmen zu setzen um diese Wünsche zu erfüllen oder diese Mängel zu beseitigen. Macht er das gut, erkennt er das rechtzeitig, dann wird sein Angebot nachgefragt und gekauft. Das Ergebnis dieser Unternehmertätigkeit ist Alleinstellung und vielleicht auch Marktführerschaft. Alleinstellung, weil es die anderen nicht gut erkannt haben oder die Leistung nicht so, eben auf seine spezielle Weise, erbringen; Marktführerschaft, weil er den Geschmack der Mehrheit getroffen hat.

Diesen zukünftigen Mangel und Wunsch zu antizipieren und und zu beheben ist designen.

Auszug aus: rudolf greger. »6 sätze über design – satz 5: designen muss bestandteil der unternehmensstrategie sein.«, Wien 2016; aus der Reihe »6 sätze über design«.

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